Die Transmission der Strahlen ist die einzige gemessene Größe, wenn
man Entfernungen, Winkel und Anfangsintensitäten als bekannt
voraussetzt. Sie wird als
Das eindimensionale Projektionsergebnis
Überlagerung aller Absorptionskoeffizienten der Probe entlang des
Strahlenverlaufs betrachtet, also als Linienintegral
Der gemessene Strahl charakterisiert also das Integral der Dämpfung entlang seines Weges.
Das Problem, das sich nun stellt, ist die eindeutige Rekonstruktion eines Objektes anhand dieses Quotienten. Dies ist ein allgemeines Problem, das auf verschiedene Arten mathematisch lösbar ist. Zunächst müssen jedoch weitere Projektionen existieren, da sonst die Rekonstruktion unmöglich ist. Das bedeutet, daß die Probe aus möglichst vielen unterschiedlichen Winkeln projiziert werden muß.
De facto führt man eine nach dem Mathematiker Radon bezeichnete Radontransformation durch - man bildet also eine
Radontransformation
zweidimensionale Funktion (die Verteilung des Absorptionskoeffizienten
über der betrachteten Schicht) auf Linienintegrale
ab. Radon bewies auch die Umkehrbarkeit der Transformation, was
bedeutet, daß es theoretisch durchaus möglich ist, die
zweidimensionale Funktion anhand der Linienintegrale zu
rekonstruieren. Es existieren verschiedene Wege, dies explizit zu
erreichen.
Dieses Gleichungssystem hat den Nachteil, daß die Größe der Vektoren die Anzahl der gemessenen Strahlen ist. Will man eine hohe Auflösung erreichen, sind die Gleichungssysteme gigantisch und nur mit hohem technischen Aufwand zu lösen. Erschwerend kommt hinzu, daß das System nur dann eindeutig lösbar ist, wenn alle Zeilen linear unabhängig sind. Dies ist in der Praxis nicht garantierbar.
Im Falle der Rekonstruktion werden alle
entlang aller
Strahlenverläufe Pj auf den Mittelwert
gesetzt, also dem
eigentlich gemessenen Wert:
Die eindimensionale Projektion einer Schicht j unter dem Winkel
wird als Überlagerung von trigonometrischen Funktionen
betrachtet. Dieses Signal wird bei der Fourier-Transformation in seine
Frequenzanteile zerlegt. Da nun Projektionen unter verschiedenen
Winkeln vorhanden sind, werden alle eindimensionalen Projektionen
unter ihrem Winkel
in einen 2D-Fourier-Raum eingetragen, der
dann den zweidimensionalen Frequenzraum der Signale der untersuchten
Schicht darstellt. Hier wird auch deutlich, warum möglichst viele
Projektionen aus verschiedenen Winkeln benötigt werden: die
Übertragung der eindimensionalen fouriertransformierten Signale im
Frequenzraum ergibt eine Geradenschar, die sich im Mittelpunkt
treffen. Da für die Analyse eine kontinuierlich besetzte Matrix
vorhanden sein muß, müssen die Werte der Pixel zwischen den Geraden
interpoliert werden. Dies sollte nach Möglichkeit vermieden werden, um
Fehler zu vermeiden!