

Abschaltung
der
IBM 4381-
(cs.tubvm.tu-
des
28. Mai 1999
Überarbeitet am 11. April 2008
Siehe auch: Frühe Computer
Nach einer Betriebszeit von 14,5 Jahren wurde am 28. Mai 1999 um 9.45 Uhr die ehemals
zentrale Rechenanlage IBM 4381-
Das Bild 1 zeigt das Gebäude (2., 3., 5. und 6. Stockwerk) des Fachbereich Informatik
der TU-
Bild 2 zeigt den Rechnerraum des Fachbereich 20 mit der IBM 4381-
Seit 1984 stand die IBM4381-
Bild 3: Die IBM4381-
Bild 4: Heidrun Schäfer -
Die IBM4381-
Für zusätzliche 8 MB (Aufrüstung von 8 auf 16 MB) mußte eine 8-
Die IBM4381-
Die Bausteine der IBM4381-
Bild 5 wurde nach der Korrektur weggelassen.
Bild 6: Links der 3 MHertz Prozessor mit der Stromversorgung der IBM4381-
Zu der CPU gehörten zwei Schränke mit den Plattenlaufwerken und der Stromversorgung. Auch war noch eine Trommel von 9.6 Mbyte als schneller Hintergrundspeicher installiert (Kein Foto verfügbar). Jeder Schrank beinhaltete eine Stromversorgung und vier Plattenlaufwerke mit einer Kapazität von je 1.2 GByte. Die Plattenlaufwerke waren über dicke und teure Kanalkabel mit der CPU verbunden.
Bild 7: Links: Zwei von insgesamt vier Plattenlaufwerken der Firma NAS. Es sind zwei Schränke mit zwei Stromversorgungen und vier Laufwerken a 1.2 GByte. Links ist ein Temperatur und Feuchtigkeitsmesser zu sehen. Rechts: Die Kanalkabel, die die CPU und die Plattenlaufwerke verbunden (Stecker der Kanalkabel, Durchmesser des Steckers ca. 10 cm). Das kleine Kabel rechts vom Stecker diente der Ansteuerung der Kontrolleinheit des Plattenlaufwerkes mit 65 Volt.
Die Plattenlaufwerke mit den Stromversorgungen waren aufwendige Einrichtungen, aber sie funktionierten einwandfrei.
Bild 8: Linkes Bild: Ein Plattenlaufwerk mit einer Kapazität von 1.2 Gbyte ist zu sehen. Die Breite ist ca. 40 cm und die Höhe 60 cm. Zwei Sätze von Zugriffsarmen garantierten eine hohe Zugriffsgeschwindigkeit. In der Mitte ist die Stromversorgung für zwei Plattenlaufwerke zu sehen. Das rechte Bild zeigt ein modernes Laufwerk mit ca. 10 GByte Kapazität (ca. 10 cm lang).
Es ist kaum vorstellbar, aber das kleine Laufwerk rechts oben mit ca. 10 GByte hat die Kapazität aller vier Plattenschränke von NAS im Jahr 1984. Die Datensicherung erfolgte auf Magnetbänder. Ein Band faßte ca. 70 MByte. Auch diese Ära geht nun zu Ende.
Bild 2h: Aktuelle Notiz:
Das Bild zeigt einen Zylinder aus einem Plattenlaufwerk,
dessen Oberfläche durch einen Head-
Head-
¨
Es begab sich da einmal folgende Geschichte: Die Studenten waren durch das Betriebssystem
CP/CMS und dann VM370 (heute VM/ESA) irritiert, da es virtuelle Speicher und virtuelle
Maschinen gab. Der verfügbare Speicher pro Nutzer konnte damals schon größer als
der reale Hauptspeicher sein. Eines Tages kam also ein Student sagt, daß er einmal
ein reales Magnetband sehen möchte.
Das nächste Bild zeigt reale Magnetbänder.
Bild 9: Das linke Bild zeigt einen Schrank mit Magnetbändern zur Datensicherung.
Das mittlere Bild zeigt ein Magnetbandlöschgerät. Rechts sind kleine Kassetten (Kleine
8 mm Kassetten) zu sehen, auf denen heutezutage die Datensicherung der UNIX-
Die IBM4381-
Bild 10: Links ist die Bedienungskonsole für die IBM 4381-
Wir wollen nun kurz darstellen, wie alles anfing. Im Jahr 1970 wurde das System IBM360-
Bild 11: Die Rechenanlage IBM360/67, die in ähnlicher Konfiguration auch am Fachbereich
Kybernetik der TU-
Ich selbst habe an dieser Anlage mit der Programmiersprache PL/1 (PL/1-
Historische Notiz: Aus heutiger Sicht war die IBM360/67 eine riesige und sehr teure Rechenanlage mit einer relativ bescheidenen Leistung. Jeder PENTIUM PC mit 400 MHZ ist heutezutage mehr als 600 mal schneller als diese Maschine und die Hauptspeichergrößen haben die interessante Relation von 0.768 MByte zu 128 MByte. Die größte, aber nicht die erste funktionierende Rechenanlage, war die ENIAC, die 1946 von Eckert und Mauchly in den USA fertiggestellt wurde.
Bild 1h: Die Rechenanlage ENIAC, die 1946 von Eckert und Mauchly fertiggestellt wurde, bestand aus ca. 18000 Röhren, von denen pro Tag ca. 50 ersetzt werden mußten, der Stromverbrauch betrug 175 KWh, sie war mit 10000 Kondensatoren und 70000 Widerständen bestückt, und bestand insgesamt aus 500000 Einzelteilen.
Die Maschine wog 35 Tonnen, war 10m lang und hatte eine Taktfrequenz von 100 KHz.
Die Strippen links und rechts an den Seiten dienten zur Programmierung der Maschine.
Die ENIAC war damit keine frei programmierbare Maschine. Die ENIAC kannte keine binären
Gleitkommazahlen, sondern arbeitete mit Dezimalzahlen. Auch war das Prinzip der Trennung
von Speicher, Rechenwerk, Kontrolleinheit und der Ein-
Wer Interesse an der Geschichte des Computers hat, der klicke hier.
Bild 2h: Die Programmsteuerung (besser Konfiguration) der ENIAC wurde durch das Stecken von Kabeln realisiert. Jedes Register, jeder Fluss von Daten, usw. musste gesteckt werden. Dazu waren auch 6000 Mehrpositionsschalter vorgesehen. Es gab keine Programmierung über Lochstreifen oder gar Lochkarten. Die ENIAC war damit keine frei programmierbare Maschine. Frei programmierbar bedeutet, dass die Maschine eine sinnvolle Sequenz von Instruktionen auf einem Speichermeduium interpretieren und ausführen kann.
Bild 3h: Die Zahlen zur Berechnung von arithmetischen Ausdrücken wurden in Konstantenspeicher eingegeben.
Kurzum, die ENIAC war zwar ein gigantischer Rechner, aber seine Architektur war weit von der heutiger Computer entfernt. Es wurde niemals ein zweiter Rechner mit einer Struktur wie bei der ENIAC gebaut. Teile der ENIAC können im Heinz Nixdorf MuseumsForm (HNF) besichtigt werden.
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Zurück zum Fachbereich Kybernetik: Im Jahr 1974 wurde das System IBM360/67 durch
das System IBM 370-
Bild 12: Die IBM 370-
Bild 13: Links ist ein Lochkartenstanzgerät zu sehen, mit dem die Lochkarten rechts erstellt wurden. Wer von den Studenten und Schülern kennt heute noch eine solche Lochkarte?
Ein Bildschirm als Operatorkonsole, bei dem mit Lichtgriffel gearbeitet werden konnte, begeisterte jeden Operator.
Bild 14: Die Operatorkonsole der IBM370-
Die Anlage IBM 370-
Bild 15: Linkes Bild: Das System AS 7031 von ITEL, hergestellt von Hitachi. Rechts
ist die Wire-
Danach folgte 1984 die IBM 4381-
Bild 16: Korrelation zwischen den Studentenzahlen und der erforderlichen CPU-
Mit der Last von bis zu 180 virtuellen Maschinen war die AS 7031 total überfordert.
Die IBM4381-
Ein auf einem PC implementiertes Bibliothekssystem von Heinz Abel wird uns während der Übergangszeit helfen.
Die IBM4381-
Bild 17:Mit einem lachendem und weinenden Auge verabschiedet sich Herr Bürk von der
IBM. Schon lange arbeitete er an einem UNIX-
Nach der Abschaltung der IBM4381-
Horst Zuse, Berlin, 28. Mai 1999 (Korrigiert am 11. April 2008)






























